21.01.2026

Zehnter Todestag von Johanna Gräfin von Westphalen

Meschede, 21.01.2026 – Mit großer Dankbarkeit blickt die STIFTUNG JA ZUM LEBEN anlässlich des zehnten Todestages ihrer Stifterin und langjährigen Vorsitzenden Johanna Gräfin von Westphalen auf deren Leben und Wirken zurück.

Gräfin Johanna widmete ihr ganzes Leben dem Schutz ungeborener Menschen und der Sorge um Frauen und Familien in Not. Grundlage ihres unermüdlichen Engagements waren ihr katholischer Glaube und ihre Begegnungen mit der existentiellen Not schwangerer Frauen beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF).

Jahrzehntelang engagierte Gräfin Johanna sich als Mitglied der CDU politisch für das Lebensrecht ab der Empfängnis und die Förderung des Familiengedankens. Zahlreiche Initiativen in der Lebensrechtsbewegung wurden durch sie angestoßen. 1985 war sie u. a. Mitgründerin der Initiative Christdemokraten für das Leben (CDL) und führte 17 Jahre lang deren Vorsitz. Zusätzlich zu ihrem politischen Engagement war ihr auch die caritative Hilfe für Frauen im Schwangerschaftskonflikt ein Herzensanliegen. So gründete sie im Jahr 1988 gemeinsam mit ihrem Sohn Friedrich Wilhelm die STIFTUNG JA ZUM LEBEN, um Frauen im Schwangerschaftskonflikt jede mögliche Hilfe anzubieten, damit diese sich für das Leben ihres Kindes entscheiden können. 28 Jahre lang leitete sie die Hilfsarbeit der Stiftung als deren Vorsitzende, bis sie unerwartet am 21.01.2016 verstarb. Vielen Menschen war und ist sie bis heute in ihrem unermüdlichen, geradlinigen und doch immer auch von Humor geprägten Einsatz ein Vorbild.

Marie Elisabeth Hohenberg, Tochter der verstorbenen Stifterin, führt die Arbeit ihrer Mutter als Vorsitzende des Stiftungsvorstandes weiter und zeigte sich anlässlich des zehnten Todestages ihrer Mutter für deren Lebenswerk dankbar:

„Vor zehn Jahren ist meine Mutter verstorben, aber ihr Vermächtnis lebt weiter. Auch über ihren Tod hinaus steht sie durch die STIFTUNG JA ZUM LEBEN schwangeren Frauen in Not und ihren ungeborenen Kindern zur Seite. Ich bin unendlich dankbar für den Einsatz und das Vorbild meiner Mutter und wünsche mir, dass in den kommenden Jahren noch mehr Frauen die Unterstützung unserer Stiftung zugutekommt.“

Johanna Gräfin von Westphalen wurde am 24. September 1936 als Tochter von Christoph Bernhard Graf von Galen und Marie-Sophie Gräfin von Galen auf Haus Assen in Westfalen geboren. Sie war verheiratet mit Clemens August Graf von Westphalen zu Fürstenberg und Mutter von sechs Kindern. Die Familie lebte auf Wasserschloss Laer in Meschede. Kardinal Clemens August Graf von Galen, der während der Zeit des Nationalsozialismus öffentlich die Tötung behinderter Menschen verurteilt hatte, war ihr Großonkel und zeitlebens Vorbild für ihren Einsatz. Sie war Großkreuz-Dame des Päpstlichen Ritterordens des Heiligen Gregors des Großen und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN ist eine gemeinnützige Stiftung und setzt sich für den Schutz ungeborener Menschen und die Förderung des Familiengedankens in der Gesellschaft ein. Sie tut dies u.a. durch die Unterstützung professioneller Schwangerenberatungsstellen, Bildungsinitiativen zum Lebensrecht ungeborener Menschen und konkrete materielle und finanzielle Nothilfen für Frauen und Familien.