Pressemitteilungen

Grußwort von Marie Elisabeth Hohenberg zum Marsch für das Leben 2019

Liebe großen und kleinen Teilnehmer am Marsch für das Leben 2019!

Ein herzliches Grüß Gott nach Berlin an Sie alle!
Es ist wunderbar zu sehen, wie die Zahl der Teilnehmer am Marsch für das Leben von Jahr zu Jahr wächst.

Wie immer mehr Menschen aus der ganzen Bundesrepublik und auch aus benachbarten Ländern lange Wege auf sich nehmen, um in Berlin ein Zeichen für das Leben zu setzen.

Sie werden heute 5000 Meter zurücklegen und mit jedem Schritt Berlin, den Abgeordneten, unserer Regierung und den Medien klarmachen, dass Sie öffentlich für die eintreten, die für sich selbst nicht sprechen können.

Sie werden daran erinnern, dass Artikle 2 des Grundgesetzes auch das Leben des Ungeborenen schützen soll.

Sie setzen ein starkes Zeichen für Menschenrechte, Menschenwürde und eine Gesellschaft, in der jeder angenommen wird.

Danke, dass Sie bedingungslos für die unantastbare Würde und das Lebensrecht jedes Menschen eintreten – egal ob geboren oder ungeboren, ob gesund, beeinträchtigt oder krank!

Mit jedem Schritt machen Sie gleichzeitig auf die Sorgen und Ängste von ungewollt schwangeren Frauen aufmerksam. Was wir in Deutschland brauchen, ist echte Hilfe und Beratung für Frauen in Schwangerschaftskonflikten. Beratungen, die über 100.000 Abtreibungen zum Resultat haben, sind offenbar noch keine sehr wirksame Unterstützung für die schwangeren Frauen in Not.

5000 Meter für das Leben!

Der diesjährige Marsch für das Leben wird dank Ihrer Unterstützung wirkungsvoll an die Rechte der ungeborenen Kinder und ihre oftmals verzweifelten Mütter erinnern. Sie sind auf die lebensrettende Unterstützung der Geborenen angewiesen. Ihre Hilferufe werden allzu oft nicht gehört, einfach überhört und manchmal nicht einmal ernst genommen.

Deutschland, Europa und die Welt braucht Menschen wie Sie, die an die Tragödien erinnern, die tagtäglich mitten unter uns passieren. In diesem Sinne stehe ich Ihnen zur Seite und begleite Sie in Gedanken auf Ihrem Weg durch unsere Hauptstadt!

Ein besonderer Dank gilt dem Team des Bundesverbandes Lebensrecht, der auch in diesem Jahr den Marsch wieder so großartig organisiert hat. Alles Gute und Gottes Segen für Ihre weitere Arbeit!

Marie Elisabeth Hohenberg
Vorsitzende des Vorstandes der STIFTUNG JA ZUM LEBEN

Professor Dr. Nikolaus Prinz von Lobkowicz ist tot

Meschede, 23.09.2019

Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN trauert um Professor Dr. Nikolaus Lobkowicz, der am 19. September im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Prof. Lobkowicz war von 1988 bis 2017 Mitglied des Stiftungsrates. Stiftungsvorsitzende Marie Elisabeth Hohenberg: “Prof. Lobkowicz war ein Mann der ersten Stunde der STIFTUNG JA ZUM LEBEN. Als meine Mutter Johanna Gräfin von Westphalen bei der Gründung der Stiftung wegen einer möglichen Mitgliedschaft im Stiftungsrat bei ihm vorfühlte, zögerte er keinen Moment. Über die Jahre waren uns seine klaren und tiefgründigen Analysen religiöser und weltanschaulicher Themen eine grosse Stütze. Unser Beileid gilt in erster Linie seinen fünf Kindern und zahllosen Enkeln.”

(Foto: Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Pressemitteilung: Eltern benötigen Ermunterung für ein Leben mit Kindern und deren Down-Syndrom

Meschede, 11.04.2019

„Die Einführung eines Bluttests auf Trisomie 21 (Down-Syndrom) als Reihenuntersuchung für jede Schwangere ist unnötig und diskriminierend, wenn als einzige Handlungsmöglichkeit nach dem Test eine Abtreibung zur Verfügung steht“, erklärt Marie Elisabeth Hohenberg, Vorstandsvorsitzende der STIFTUNG JA ZUM LEBEN. Eine Rasterfahndung auf ungeborene Kinder nach bestimmten genetischen Merkmalen stelle eine Diskriminierung noch nicht geborener Menschen und als Folge auch geborener Menschen mit Down-Syndrom dar.

Eltern, die auf jeden Fall „Ja“ zu einem behinderten Kind sagen würden, könnten diesen Test zwar auch nutzen, um sich auf die Betreuung eines genetisch besonderen Kindes nach der Geburt vorzubereiten. Dieser Zusatznutzen dürfte aber nicht die gesellschaftlichen Kosten in Höhe von 130 bis 300 Millionen Euro jährlich durch ein Screening für alle Schwangeren rechtfertigen.

In einem Statement der Eltern des kürzlich verstorbenen Tim, dem „Oldenburger Baby“, das seine eigene Abtreibung wegen Down-Syndrom 21 Jahre lang überlebt hatte, erklären die Eltern aus aktuellem Anlass:

„Warum es Tendenzen gibt, gerade Menschen mit dieser Art der Behinderung durch gezielte Selektion aus unserer Gesellschaft und unserem Leben herauszufiltern, können wir nicht nachvollziehen. Das Leben eines Menschen darf oder muss auch bunt sein, alle Facetten sollten darin vorkommen dürfen.“

Familie Bernhard und Simone Guido aus Quakenbrück ist aktuell die Pflegefamilie von zwei Mädchen mit Down-Syndrom. Sie erläutern der STIFTUNG JA ZUM LEBEN weiter:

„Wir leben schon seit über 21 Jahre mit Kindern, die das Down-Syndrom haben, zusammen und können uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Natürlich ist es nicht immer einfach und Geduld ist oft die größte Herausforderung. Wenn die typische „Sturheit“, die unsere besonderen Kinder an den Tag legen können, mal wieder angesagt ist. Gerade wenn es schnell gehen muss, Termine anstehen oder etwas erledigt werden muss, sind es diese Momente, an denen nur ein ordentliches Maß an Geduld weiterhilft. Diese schwierigen Momente werden aber sofort durch ein ehrliches Lächeln, eine liebevolle Umarmung oder die ansteckende Fröhlichkeit und die grenzenlose Empathie mehr als ausgeglichen.

Wie wertvoll diese Charaktereigenschaften sind, merken wir zurzeit sehr intensiv, denn unser geliebter Sohn Tim, ist gerade im Alter von 21 Jahren plötzlich und viel zu früh gestorben. Wir vermissen Tim und seine Art das Leben zu zelebrieren, seine Fröhlichkeit und unendliche Liebe so sehr.“

Pressemitteilung: STIFTUNG JA ZUM LEBEN begrüßt neues Vorstandsmitglied und neue Mitarbeiterin

Meschede, 05.01.2019

Seit Dezember 2018 verstärkt Dr. Nikolaus Hohenberg den Vorstand der STIFTUNG JA ZUM LEBEN. Der Österreicher hat mit seiner Familie viele Jahre in Deutschland und Großbritannien gelebt. Er ist Jurist und war beruflich in der Finanzbranche tätig. Er freut sich auf seine Tätigkeit im Stiftungsvorstand an der Seite seiner Frau Marie Elisabeth Hohenberg und Hedwig Gräfin Buquoy. „Mit vereinten Kräften arbeiten wir bei der STIFTUNG JA ZUM LEBEN für eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft. Bei über 100.000 Abtreibungen jährlich alleine in Deutschland können wir nicht schweigen. Wir wollen schwangeren Frauen helfen, Kinder schützen und Familien stärken.“

Unterstützt wird die Stiftung seit dem 01. Januar 2018 auch von Theresia Theuke, der neuen Kommunikationsreferentin der Stiftung. Sie wurde zuvor im Fach Geschichte promoviert und hat einige Jahre in den USA gelebt. „In der Wissenschaft zerbrechen sich viele kluge Menschen den Kopf über die Menschenrechte, ihre Geschichte und ihre Wirkkraft in der heutigen Welt. Auch ich bin ein großer Fan des Menschenrechtsgedankens. Besonders sollten wir aber an die Rechte der Kleinen und Schwachen denken – an die der Ungeborenen, die für sich selbst nicht sprechen können.“

Pressemitteilung: Tim im Alter von 21 Jahren gestorben. Weihnachten und Silvester hat er noch mit der Familie gefeiert

Meschede, 04.01.2019

Tim, der Junge mit Down-Syndrom und Autismus, der seine eigene Abtreibung vor 21 Jahren überlebte, ist am vergangenen Freitag überraschend in Quakenbrück gestorben. Wie die Familie der STIFTUNG JA ZUM LEBEN heute mitgeteilt hat, sind alle Familienmitglieder sehr traurig, da Adoptivkind Tim noch ohne Vorzeichen auf seinen plötzlichen Tod Weihnachten und Silvester mit den anderen Geschwistern gefeiert hatte. „Wir sind sehr traurig und wissen noch nicht, wie wir den Verlust unseres einzigartigen, lebensfrohen und Freude verbreitenden Sohns verkraften sollen“, schreiben Simone und Bernhard Guido in einer Mitteilung. Sie hatten über ihre Erfahrungen mit dem Adoptivsohn in dem Spiegel-Bestseller Buch von Kathrin Schadt „Tim lebt!“ (Adeo Verlag, 2015) berichtet. „Wir denken jetzt natürlich sehr viel über Tims Leben nach und haben eine Vielzahl an sehr schönen Erinnerungen für uns abgespeichert. Vor allem die vielen tollen Menschen, mit denen wir durch Tim Kontakt hatten, wie die von der STIFTUNG JA ZUM LEBEN, waren eine echte Bereicherung. Und mitzuerleben, welche Freude Tim bei den vielen Delfintherapien, die ihm die Stiftung ermöglicht hat, war ein außerordentliches Privileg  für uns.“ Der Stiftung teilten sie mit: „Wir sind Ihnen dankbar für Ihren tollen Einsatz.“ Und: „Die Liebe, die Tim auch durch die vielen Glückwünsche zu den Geburtstagen von den Nutzern der Homepage Tim-lebt.de  ausgerichtet wurden, waren ein großer Ansporn und sind ein echter Trost für uns, in diesen schweren Tagen, an denen wir uns von Tim verabschieden müssen.“

Tim hat mit seinen 21 Jahren die prognostizierte Lebenserwartung der Experten weit übertroffen. Nachdem er seine Abtreibung bereits überlebt hatte, waren auch die übrigen Prognosen von ein oder zwei Jahren Lebenserwartung nicht zutreffend. „Es waren 21 superglückliche, schöne Jahre!“ so Vater Bernhard Guido.

„Uns bleibt das Gedenken an Tim so, wie es Rainer Maria Rilke formulierte: ” Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.”  – Tim lebt!