Spenden und Zustiftungen

Die steuerlichen Abzugsmöglichkeiten für Spenden und Zustiftungen wurden 2007 in großem Umfang erweitert und gelten rückwirkend ab 1. Januar 2007.

Spenden können bis zu 20 Prozent des zu versteuernden Einkommens steuerlich geltend gemacht werden (bislang 5 bzw. 10 Prozent). Übersteigt eine Zuwendung die neue Höchstgrenze von 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte, kann sie nunmehr zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden., d.h. vom Spender in den Einkommensteuererklärungen der nächsten Jahre als Sonderausgabe genutzt werden.

Zustiftungen in das Stiftungsvermögen können bis zu einer Höhe von einer Million Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren steuerlich geltend gemacht werden. Ehegatten werden bei dieser Regelung einzeln veranlagt, das bedeutet, jeder kann eine Zustiftung von einer Million Euro steuerlich absetzen. Der Höchstbetrag von einer Million gilt zusätzlich zu dem Spendenabzug von 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte. Auf diese Weise honoriert auch der Gesetzgeber die Arbeit von Stiftungen.

Spenden dienen der kurzfristigen Umsetzung des Stiftungszwecks. Sie müssen zeitnah bis spätestens zum Ende des folgenden Jahres für die Stiftungsprojekte eingesetzt werden.

Wenn Sie die Arbeit der Stiftung nachhaltig unterstützen möchten, entscheiden Sie sich am besten für eine Zustiftung. Zustiftungen sind zum dauernden Verbleib im Vermögen der Stiftung bestimmt. Ihr Beitrag bleibt so "auf ewig" erhalten. Zur Erfüllung des Stiftungszweckes werden im Falle von Zustiftungen ausschließlich die Zinserträge des Stiftungskapitals eingesetzt.

Weil sich die Zinserträge, die mit dem Stiftungskapital erwirtschaftet werden, vorausberechnen lassen, ermöglichen Zustiftungen einer Stiftung eine größere Planungssicherheit für Ihre Hilfs- und Förderprojekte. Als Zustifter haben Sie die Garantie, dass Ihr Geld erhalten bleibt und zum langfristigen Wachstum der Stiftungstätigkeit beiträgt.